Wallonische Agrarlandschaft als Illustration des Bürgerportals MyAgri

MyAgri - Landwirtschaft in der Wallonie verständlich erklärt

Ein Bürgerportal, das landwirtschaftliche Themen der Wallonie in praktische, überprüfbare und kontextbezogene Orientierung übersetzt: Sektoren, Berufe, Jahreszeiten, Labels, Regionen und Ernährungsentscheidungen.

Aktualisiert am 27. Juni 2026 · Wallonie, Belgien

← Zurück zu den Ressourcen

Pädagogische Hofbesuche

Höfe finden und Besuche für Gruppen oder Schulen sinnvoll vorbereiten.

Eine Hofbesichtigung mit klarem Lernziel, sicheren Regeln und nutzbarer Auswertung organisieren.

Zielgruppe: Schulen, Jugendvereine, Kulturzentren, Familien, Naturanimateure und Gemeinden.

Allgemeine Einführung

Ein Hofbesuch sollte mehr sein als ein angenehmer Ausflug. Er wird nützlich, wenn die Gruppe weiß, was beobachtet wird, welche Regeln gelten, welche Fragen sie stellt und wie die Beobachtungen später genutzt werden.

Vor dem Besuch vorbereiten

  • Ein Lernziel je Gruppe festlegen.
  • Hof nach Zugänglichkeit, Hygiene, Sicherheit und Kapazität auswählen.
  • Rollen der Begleitpersonen klären.
  • Genehmigungen, Gesundheitsinfos und Notfallkontakte sammeln.
  • Transport, Zeitplan, Pausen, Schlechtwetterlösung und Notfallhilfe planen.

Ablauf strukturieren

Eine stabile Sequenz folgt fünf Momenten: Einführung, Beobachtung, Praxis, Zusammenfassung und Anschlussarbeit. Jeder Teil bleibt kurz und vorhersehbar.

Vor Ort durchführen

  • Mit Sicherheitsregeln und Wegeplan beginnen.
  • Geführte Beobachtungen und einfache Handgriffe altersgerecht anleiten.
  • Kurze Erklärungen und entdeckendes Handeln abwechseln.
  • Gemeinsam wichtige Beobachtungspunkte für die abschließende Auswertung notieren.
  • Mit einer kurzen Zusammenfassung der Lerninhalte abschließen.

Nach dem Besuch weiterarbeiten

  • Einen Fünf-Minuten-Bericht mit zentralem Begriff und nützlicher Entdeckung teilen.
  • Fotos, Notizen und Materialien für Unterricht oder Workshop sichern.
  • Eine kreative Auswertung als Plakat, Heft oder Audioaufnahme vorschlagen.
  • Lernfortschritte mit einem kurzen Vorher-Nachher-Fragebogen messen.
  • Einen Verbesserungspunkt für den nächsten Ausflug festhalten.

Empfohlene Schritte

  • Lernziele und Zielgruppe klären.
  • Hof mit Sicherheit und Zugangsbedingungen auswählen.
  • Ablauf mit Partnern bauen.
  • Genehmigungen, Logistik und Material finalisieren.
  • Regeln und Erwartungen kommunizieren.
  • Besuch mit kurzen aktiven Sequenzen durchführen.
  • Lernen auswerten.
  • Verbesserungen notieren.

Praktische Checkliste

  • Lernziele geteilt.
  • Ausreichende Begleitung vorhanden.
  • Genehmigungen und Gesundheitsdaten verfügbar.
  • Sicherheitsregeln erklärt.
  • Transport und Notfallplan geprüft.
  • Feldmaterial vorbereitet.
  • Auswertung geplant.

Lernziele

  • Den Weg eines Lebensmittels vom Feld zum Teller verstehen.
  • Rolle von Boden, Wasser, Biodiversität und Klima erkennen.
  • Landwirtschaftliche Berufe entdecken.
  • Produktion, Verarbeitung und Verteilung unterscheiden.
  • Labels, Herkunft und Kosten kritisch lesen.

Empfohlener Ablauf

  • 00:00-00:10 - Empfang und Regeln.
  • 00:10-00:40 - Rundgang.
  • 00:40-01:10 - Workshops.
  • 01:10-01:25 - Pause und Notizen.
  • 01:25-01:50 - Fokus vom Hof zum Teller.
  • 01:50-02:00 - Abschluss.

Anpassung nach Alter der Zielgruppe

  • Kindergarten: sinnlicher Rundgang.
  • Primarschule: geführte Beobachtung.
  • Sekundarstufe: Daten und Diskussion.
  • Erwachsene: Konsum, Budget, Qualität und Saison.

Beispiele für Lernaktivitäten

  • Kulturen erkennen.
  • Lebensmittelweg nachverfolgen.
  • Rollenspiel Produzent-Verarbeiter-Verkäufer-Konsument.
  • Bodenstruktur und Wasserrückhalt testen.
  • Anti-Verschwendungs-Kochatelier.

Prävention und Sicherheit

  • Sperrzonen um Maschinen und sensible Tiere.
  • Händewaschen vor und nach Manipulationen.
  • Verstärkte Aufsicht an Risikopunkten.
  • Innenraumplan bei Regen oder Hitze.
  • Allergien und Ernährungseinschränkungen bestätigen.

Einzuplanende Budgetposten

  • Transport.
  • Empfangs- und Animationspauschale.
  • Pädagogische Unterlagen.
  • Feldmaterial und Reinigung.
  • Reserve von 10 bis 15 Prozent.

Evaluationsmethode

  • Vorher-nachher-Fragebogen.
  • Gemeinsame Produktion als Plakat, Audio oder Logbuch.
  • Selbsteinschätzung.
  • Rückmeldung des Betriebs.
  • Organisatorische Bilanz mit nächstem Schritt.

Vor dem Handeln prüfen

Pädagogische Hofbesuche liefert praktische Orientierung. Vor einer verbindlichen Entscheidung sollten Quellen, Kosten, lokale Zwänge und konsultierte Personen dokumentiert werden.

  • Sind Zeiten, Zugang, Sanitäranlagen, verbotene Zonen, Allergien und Sicherheitsregeln bestätigt?
  • Welches Lernziel wird nach dem Besuch überprüft?
  • Welche Fotos, Notizen oder Produktionen dürfen ohne Genehmigungsproblem genutzt werden?

Fragen zu dieser Ressource